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Unsere Bienenstöcke stehen in Kraichtal, einer Stadt in der Region Kraichgau in Nord-Baden.

Der hügelige Kraichgau ist wegen seiner vielfältigen Landschaftsformen und seiner Naturnähe beliebt bei Wanderern und Radfahrern.




24.9.2017

Wie gelangen Perfluorcabone (PFC) und  Perfluoroctansaeure (PFOA) in die Umwelt

PFC sind Perfluorcarbone, Fluor-Kohlenstoffverbindungen. Aufgrund der chemischen Struktur sind PFC auch unter extremen Bedingungen sehr stabil, gleichzeitig wasser- und fettabweisend und grenzflaechenaktiv (durchmischend). Gerade diese Eigenschaften machen sie zu besonders kritischen Umweltschadstoffen. Da PFC biotisch durch Mikroorganismen und abiotisch durch chemische Umwandlungsprozesse nahezu nicht abbaubar sind, werden einige Substanzen gemaess Stockholmer Konvention als langlebige organische Schadstoffe (persistant organic pollutant, POP) eingestuft. PFOS wird zudem gemaess EU-Richtlinie 2006/122/EG als persistent, bioakumulativ und toxisch (PBT-Substanz) eingestuft.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat darueber hinaus PFOA ( Perfluoroctansaeure) -  eine fluorierte synthetische Saeure) wegen dessen Eigenschaften als einen besonders besorgniserregenden Stoff gemaess der europaeischen Chemikalienverordnung (REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006) einzustufen, vorgeschlagen.

Gegen ein Badener Duengemittel- und Kompostwerk (Antragstellerin) gibt es mittlerweile ein Gerichtsverfahren in Bezug auf PFC-Belastungen, dass beispielsweise eine bodenschutzrechtliche Anordnungen des Landratsamts Rastatt und der Stadt Baden-Baden (Antragsgegner) nach sich zog, die moeglicherweise chemisch verunreinigte Agrarflaechen in Huegelsheim und noerdlich von Sandweier ("PFC-Skandal") auf eigene Kosten zur Gefaehrdungsabschaetzung detailliert zu untersuchen hat, trotz eingelegter Widersprueche sofort befolgen.

Der 10. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Wuerttemberg hat mit zwei Beschluessen vom 11. August 2015 entschieden und gleichzeitig die Beschwerden der Antragstellerin gegen die Ablehnung ihrer Eilantraege durch das Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) zurueckgewiesen.

Begruendung

Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafuer, dass der mit Papierschlaemmen versetzte Kompost Ursache der Grundwasser- und Bodenverunreinigungen sei. Es stehe fest, dass solcher Kompost vor dem Jahr 2008 auf den betroffenen Aeckern aufgebracht worden sei. Es spreche auch alles dafuer, dass die Papierschlaemme die PFC-Verunreinigungen verursacht haetten, auch wenn das betraechtliche Ausmass dieser Verunreinigungen noch nicht erklaerbar sei. Fuer andere Ursachen gebe es derzeit keine konkreten Anhaltspunkte. Die Beschluesse sind unanfechtbar Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) (Az.: 10 S 980/15 un d 10 S 1131/15).

Allerdings koennte der Einfluss von Perfluoroctansaeure (PFOA) ursaechlich die Gesamtbelastung des Grundwassers erhoehen. PFOA ist ein Bestandteil einer Substanz, die bei Beschichtungen, unter anderem fuer Haushaltsgeraete genutzt werden. Dieser Stoff gelangt vermutlich auch in den Ernaehrungskreislauf.

In der EU ist ab 2020 die Perfluoroctansaeure (PFOA) verboten. PFOA baut sich in der Umwelt ebenfalls nicht ab und hat sich schon in der ganzen Welt verteilt. Fuer den Menschen ist die Chemikalie giftig und schaedigt die Fortpflanzung. Umso wichtiger ist es, dass es nun gelungen ist, PFOA zu verbieten. Der Verbotsvorschlag war urspruenglich vom Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit Norwegen eingebracht worden.


Quellen: Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) und Wikipedia


28.6.2017

Dramatische Situation  Bienen in Gefahr


In Deutschland leben ueber 30 Hummelarten. Etwa die Haelfte davon steht auf der Roten Liste. (S. Moesch / naturimdetail.de)


Ein Thema bereitet uns derzeit grosse Sorgen: der alarmierende Rueckgang von Bienenvoelkern. In Deutschland sind mittlerweile 197 verschiedene Wildbienen  gefaehrdet und 31 Arten vom Aussterben bedroht. Eine der Ursachen ist der grossflaechige Einsatz von Pestiziden in der industrialisierten Landwirtschaft.


Besonders gefaehrlich sind Insektizide aus der Gruppe der Neonikotinoide. Sie stoeren Vermoegen der  Orientierung und des Gedaechnisses der Bienen und schwaechen ihr Immunsystem. Die Folgen: Sie werden krank oder finden nicht mehr zum Stock zurueck und sterben. Pestizide vernichten zudem den Bluetenreichtum unserer Landschaft und damit die Nahrungsgrundlage der Bienen.

Quelle: BUND




9.6.2017

Erinnern wir uns: Glaesernes Glyphosat

Am 23.11.2016 hat der Europaeische Gerichtsdhof entschieden, dass alle sicherheitsrelevanten Angaben von Pestiziden, z.B bei Glyphosat,  von den Konzernen offengelegt werden muessen, unabhaengig von deren Profit-Interessen. Gemeint ist   Bayer oder Monsanto.
Damit hat das Gericht den Schutz von Umwelt und  Gesundheit eine hoehere Priroritaet erteilt, als den Profitinteressen der Chemiebranche.

Aber das kann nur ein erster Schritt sein, der  jedoch  zeigt,  dass sich die Auseinandersetzung mit den Akteuren der Profitwirtschaft erfolgreich sein koennen, wenn wir sie entlarven und herausfordern und nicht locker lassen. In diesem Zusammenhang sei noch bemerkt, dass wissenschaftliche Modelle zeigen, dass wir auf der Erde an die Grenzen der Belastbarkeit gekommen sind. Bezeichnend ist hier auch die Stickstoff- und Phosphorbelastung der Boeden, die bereits um das   dreifache ueberschritten wurde und die Nitratbelastung im Grundwasser jetzt schon grosse Probleme darstellt. HJR.

Jetzt haben mehrere Hundert Menschen bereits ihre ausgefuellten Unterschriftenlisten fuer die Europaeische Buergerinitiative (EBI) gegen Glyphonat  abgegeben. Bei der letzten Zaehlung ergaben sich 33.000 Unterschriften, die im Buero "Bund fuer Umwelt (BUND) an das Buero der EBI uebergeben werden sollen. Bitte denken Sie daran, falls Sie noch U-Listen haben, diese bis zum 15. Juni an folgende Adresse zu schicken:

Bund fuer Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.
Am Koellnischen Park 1
10179 Berlin


PS: Hier koennen Sie sich die Liste herunterladen, falls Sie noch Unterschriften sammeln moechten:
https://aktion.bund.net/unterschriften-fuer-die-europaeiische-buergerinitiative-gegen-glyphosat-sammeln


Quelle: Allgemeine Deutsche Imker Zeitung  (ADIZ) Nr. 1 /201

© Imkerei Kraichtal