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Unsere Bienenstöcke stehen in Kraichtal, einer Stadt in der Region Kraichgau in Nord-Baden.

Der hügelige Kraichgau ist wegen seiner vielfältigen Landschaftsformen und seiner Naturnähe beliebt bei Wanderern und Radfahrern.




3.9.2018

Biene verbindet

Rund um die Wildbiene gibt es leider kaum gute Nachrichten. Von eingen Naturverbänden wird sogar behauptet, dass die Honigbiene der Imker die Wildbiene verdrängt wird. Diese Behauptung ist jedoch nicht nachgewiesen. Mit dem Netzwerk "Blühende Landschaften", unterstützt von Greenpeace hat eine Filmfirma Stuio 100 das "Projekt Klatschmohnwiese" ins Leben gerufen.  Die Trickfilmbiene Maja, deren Rechte das Studio besitzt, wird Patin für 50.000 Quadratmeter Blühflächen.  Und wer Maja und ihren trägen Freund Willi kennt, der weiß: Diese Biene kann Artgenossen wieder flottmachen.

Quelle:  greenpeace Magazin 4.18

3.9.2018

Herbst

Den letzten Honigernten im Herbst haftet immer ein Hauch von Traurigkeit an. Eine Erntesaison , ein produktives Jahr ist vorüber. Die Biennen haben ihre Winternahrung aufgenommen und wir Imker hoffen, dass die Varroamilme unseren Bienen nicht so viel zu schaffen macht.  Der Wald-Honig allerdings ist unglaublich: dunkel, mit einem Geschmack von  Melasse und zarten Eukalyptusnoten, für die Biene allerdings nicht gut für die Überwinterung. (Melasse erinnert mich immer  an die Zeit nach 1945 als wir alle hungerten und bei der Zuckerfabrik in Wedel Behälter wagen  auf dem Gleis standen und wir uns daran machten in der Nacht Melasse zu zapfen). Wie eine Moll-Tonleiter erfüllt von herbstlicher Melanchonie, die goldenen Sonnenuntergängen erzählt von langen Schatten und kühlen Herbstnächten.

Quelle:  Jack Mingo, Riemann Verlag  


24.8.2018

Wir hoffen auf einen wirkungsvollen Insektenschutz der dann auch umgesetzt wird


Jedenfalls hat das Bundeskabinett  "am 20. Juni 2018  Eckpunkte für ein künftiges Aktionsprogramm zum Insektenschutz in Deutschland verabschiedet. Es enthält Ziele, die seit langem u. a. von der Forschung gefordert werden:

mehr Strukturreichtum in der Agrarlandschaft,
weniger Pestizideinsatz,
weniger Lichtverschmutzung.

Können sich die Insekten also bald über bessere Über-Lebensbedingungen freuen?

Dass die neue Bundesregierung auf das Insektensterben reagieren muss, war bereits dem Koalitionsvertrag zu entnehmen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze wollte schon in den ersten 100 Tagen ihrer Amtszeit aktiv werden und die Eckpunkte für das „Aktionsprogramm Insektenschutz“ erarbeiten, das jetzt verabschiedet wurde.

Mit dem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ sollen Maßnahmen in folgenden Bereichen ergriffen werden:

Insektenlebensräume und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft soll gefördert werden,
Insektenlebensräume in anderen Landschaftsbereichen sollen wiederhergestellt und vernetzt werden,
Schutzgebiete als Lebensräume für Insekten sollen gestärkt werden,
der Pestizid-Einsatz soll verringert werden,
der Nähr- und Schadstoffeinträgen in Böden und Gewässer soll verringert werden,
die Lichtverschmutzung soll reduziert werden,
Wissenslücken über das Insektensterben sollen geschlossen werden,
ein bundesweit einheitliches Insektenmonitoring soll erstellt werden,
Wirtschaftsverbände, Unternehmen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen bis hin zu Bürgerinnen und Bürgern sollen angesprochen und zum Mitmachen motiviert werden.

Das Bundesumweltministerium will das Aktionsprogramm nach einer breiten öffentlichen Diskussion bis 2019 fertigstellen und anschließend unverzüglich mit den Maßnahmen beginnen, schreibt die Pressestelle des Ministeriums".

Wie das letztendlich umgesetzt wird gegen den Widerstand der Chemieindustrie ist noch offen. Und es sind ja wohl die Chemiekonzerne, die die Insektenvernichtungschemie zur Verfügung stellt und damit erst die kathastrophalen Umweltbedingungen eingeleitet wurden. Ohne Druck der Außerparlamentarischen Opposition  geht da nichts. Wer da glaubt, dass man sich jetzt zurücklehnen könne, die da oben tun ja etwas ist naiv.

Quellen:

    https://idw-online.de/de/news698139
    https://www.bmu.de/insektenschutz/



Abgeschrieben aus Biene und Natur (Zeitschrift für den Imker)

 
© Imkerei Kraichtal