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Unsere Bienenstöcke stehen in Kraichtal, einer Stadt in der Region Kraichgau in Nord-Baden.

Der hügelige Kraichgau ist wegen seiner vielfältigen Landschaftsformen und seiner Naturnähe beliebt bei Wanderern und Radfahrern.




11.02.2017

Verbot von Glyphosat und Schutz von Menschen und Umwelt vor giftigen Pestiziden

Wir rufen die Europäische Kommission auf, den Mitgliedstaaten ein Verbot von Glyphosat vorzuschlagen, das Genehmigungsverfahren für Pestizide zu reformieren und EU-weit verbindliche Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden festzulegen.

Verbot von Herbiziden auf Glyphosat-Basis, deren Exposition mit Krebs beim Menschen in Verbindung gebracht wurde und zu einer Verschlechterung des Zustands von Ökosystemen geführt hat; Sicherstellung, dass die wissenschaftliche Bewertung von Pestiziden für die Genehmigung durch die Regulierungsbehörden der EU allein auf der Grundlage veröffentlichter Studien erfolgt, die von den zuständigen Behörden und nicht von der Pestizidindustrie in Auftrag gegeben wurden; Festlegung EU-weit verbindlicher Reduktionsziele für den Einsatz von Pestiziden mit Blick auf die Erreichung einer pestizidfreien Zukunft.


Quellen:Compact



11.02.2017

Europäische Bürgerinitiative zu Glyphosat gestartet


Europäische Bürgerinitiative zu Glyphosat gestartert

Umwelt- und Bewegungsorganisationen aus 13 EU-Ländern haben am 8. Februar 2017  eine Europäische Bürgerinitiative (EBI) zum Verbot des Pestizids Glyphosat gestartet.

Bis Ende Juni 2017 wollen sie mehr als eine Million Unterschriften sammeln. Danach entscheiden EU-Kommission und Mitgliedstaaten über die erneute Zulassung des Pestizids. In Deutschland wird die Initiative vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), der Bürgerbewegung Campact, dem Pestizid-Aktions-Netzwerk (PAN Germany), dem Umweltinstitut München und WeMove.EU getragen. Parallel laufen Proteste gegen Glyphosat in Rom, Paris, Barcelona, Madrid und Wien.

„Die Bürger Europas werden der Lobbymacht von Monsanto die Stirn bieten. Ein Pestizid, das im Verdacht steht Krebs auszulösen, hat in einer modernen, bäuerlichen Landwirtschaft nichts zu suchen. Mit der Europäischen Bürgerinitiative setzen die Menschen auf ein demokratisches Europa mit hohen Umwelt- und Gesundheitsstandards”, sagte Christoph Bautz, Geschäftsführer von Campact.

„Glyphosat tötet alles Grün auf dem Acker und zerstört die Nahrungspflanzen von Schmetterlingen, Bienen und Vögeln. Glyphosat ist maßgeblich verantwortlich für das Artensterben in der Agrarlandschaft und das ist auch der EU-Kommission bekannt. Die Kommission muss den Schutz unserer Lebensgrundlagen klar über die Profitinteressen der Pestizidhersteller stellen. Für Glyphosat darf es keine Wiederzulassung geben“, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.

Ein Report von PAN International zeigt, welche Risiken für Natur, Umwelt und Mensch durch den massenhaften Einsatz des Agrargiftes von Monsanto und Co. bestehen. Jährlich werden weltweit rund 800.000 Tonnen glyphosathaltiger Spritzmittel hergestellt. „Harte Fakten sprechen dafür, Glyphosat als krebserregend einzustufen. Die Gegenargumente der Behörden stehen auf tönernen Füßen. Hinzu kommt, dass Glyphosat im Körper nicht gleich verteilt wird. In bestimmten Organen sind die Konzentrationen zehn- bis hundertfach höher als im Blut. Es muss verboten werden“, sagte der Toxikologe Peter Clausing, einer der Autoren des PAN-Reports.

Eine Europäische Bürgerinitiative ist ein Verfahren der EU für mehr Bürgerbeteiligung.  Die EU-Kommission hat die Initiative offiziell zugelassen. Von der Kommission fordert die EBI das Verbot von Glyphosat, EU-weite obligatorische Pestizid-Reduktionsziele und eine von der Industrie unabhängige wissenschaftliche Bewertung von Pestiziden.  Bisher tragen NGOs aus 13 Ländern den Protest gegen Glyphosat mit. „Die Breite des Bündnisses zeigt ein klares Bekenntnis zu einem Europa, das seine Bevölkerung mit hohen Standards schützt. Die Reaktion der Europäischen Kommission wird zeigen, wem sie mehr Gehör schenkt: den Agrarkonzernen oder uns Bürgerinnen und Bürgern”, sagte Jörg Rohwedder von WeMove.EU.

Der EBI-Appell gegen Glyphosat ist unter www.aktion.bund.net/stopglyphosat zu finden.

PM Annika Natus/BUND e.V.





26.12.2016

Glaesernes Glyphosat

Am 23.11.2016 hat der Europaeische Gerichtsdhof entschieden, dass alle sicherheitsrelevanten Angaben von Pestiziden, z.B bei Glyphosat,  von den Konzernen offengelegt werden muessen, unabhaengig von deren Profit-Interessen. Gemeint ist   Bayer oder Monsanto.
Damit hat das Gericht den Schutz von Umwelt und  Gesundheit eine hoehere Priroritaet erteilt, als den Profitinteressen der Chemiebranche.

Aber das kann nur ein erster Schritt sein, der  jedoch  zeigt,  dass sich die Auseinandersetzung mit den Akteuren der Profitwirtschaft erfolgreich sein koennen, wenn wir sie entlarven und herausfordern und nicht locker lassen. In diesem Zusammenhang sei noch bemerkt, dass wissenschaftliche Modelle zeigen, dass wir auf der Erde an die Grenzen der Belastbarkeit gekommen sind. Bezeichnend ist hier auch die Stickstoff- und Phosphorbelastung der Boeden, die bereits um das   dreifache ueberschritten wurde und die Nitratbelastung im Grundwasser jetzt schon grosse Probleme darstellt. HJR.

Quelle: Allgemeine Deutsche Imker Zeitung  (ADIZ) Nr. 1 /201

Dazu Greenpeace:

Abhaengig vom Gift

,,Diese Untersuchungen belegen, dass unsere Landwirtschaft vom Gift abhaengig  ist,,:  kritisiert Huxdorff. Unerwuenschte Pflanzen in der Plantage werden einfach totgespritzt.In der Tat ist das Prinzip Glyphosat recht praktisch: Es ist ein Totalherbizid.

Landwirte bespruehen ihre Aecker vor der Aussaat, um sicherzugehen, dass dort absolut nichts mehr gedeiht – außer der anschliessend gesaeten Kulturpflanze. So kommt es allein in Deutschland zu einem jaehrlichen Verkauf von 6000 Tonnen.

Glyphosat ist weltweit der meistverwendete Wirkstoff.

Wind und Regen sorgen zudem dafür, dass die Chemikalie nicht nur auf den behandelten Flaechen bleibt, sondern sich auch ueber angrenzende Felder ausbreitet. So werden Kraeuter vernichtet, die auf dem Speiseplan von zahlreichen Insekten stehen. Eine Kettenreaktion: Wenn sich deren Bestaende verringern, fehlt auch Voegeln die Nahrung.

Dass Glyphosat die Artenvielfalt gefaehrdet, ist nicht neu.


"Wer seinen Wohlstand vermehren moechte, der sollte sich an den Bienen ein Beispiel nehmen. Sie sammeln den Honig, ohne die Blumen zu zerstoeren."

Buddha





© Imkerei Kraichtal