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Unsere Bienenstöcke stehen in Kraichtal, einer Stadt in der Region Kraichgau in Nord-Baden.

Der hügelige Kraichgau ist wegen seiner vielfältigen Landschaftsformen und seiner Naturnähe beliebt bei Wanderern und Radfahrern.




21.3.2019

Agrarministerin Kloeckner will 18 neue Ackergifte durchwinken, die unsere Bienen toeten


Einsatz in der Natur, die uns fast schon aus den Haenden zu gleiten droht, Jeden Tag erreichen uns Horrormeldungen über den Klimawandel, verseuchtes Grundwasser, Meere und das Insekten- und Artensterben. Monokulturen und der Einsatz von Pestiziden wie Neonicotinoide in der industriellen Landwirtschaft machen unserer Natur schwer zu schaffen (15.000 Wissenschaftler haben gerade ein SOS gefunkt -- eine Warnung an die Menschheit: Wenn wir nicht aufhoeren, die Umwelt zu verschmutzen, ist unser Planet verloren). Jetzt hat auch noch Agrarministerin Kloeckner vor 18 neue Ackergifte zu zulassen, die unsere Bienen toeten. Das Veto von Umweltministerin Schulze ueberging sie einfach, ein klarer Rechtsbruch! Ueber Hundert weitere Pestizide stehen schon auf der Warteliste. Damit sie die nicht auch noch durchwinkt, muessen wir jetzt schnell reagieren.

Erinnern wir uns. Es gab Zeiten, in denen wir nach einer Autotour  Insekten von der Windschutzscheibe und von den Scheinwerfern kratzen mussten. Und heute? Windschutzscheibe und Scheinwerfer bleiben sauber.

Imkerinnen und Imker bemuehen sich um die Artenerhaltung. Zu schaffen macht ihnen jedoch mehr und mehr die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrer Profitsucht und die nicht davor zurueckschreckt weiterhin Pestizide einzusetzen, um mehr Ertrag herauszuwirtschaften, sodass durch Monokulturen kaum noch Tracht fuer die Bienen und anderen Insekten uebrig bleibt. Und nicht zuletzt auch gegen die Winzer, die anscheinend auch nicht auf den Einsatz von Chemie verzichten wollen.

Der groesste Wert des Imkerns besteht wohl darin, einen Blick in die Natur zu haben und ohne Bienen waere es wohl kaum moeglich die grossen Veraenderungen zu bemerken, wie die Ausbreitung der Monokulturen, das Schwinden der Hecken, den Mangel an Nahrung fuer Bienen. ''Raps, das ist wie jeden Tag Erbsensuppe. Das kann doch nicht gut sein.'' Noch schlimmer ist diese Situation fuer Wildbienen, die brauchen sehr spezielle Habitate   

Randstreifen sind Feigenblattpolitik und Zuschuesse aus Bruessel allein nicht nachhaltig. Wildblumenprojekte brauchen Wurzeln – gute Ortskenntnis, die richtigen Verbuendeten. Ein Landwirt muss dabei sein, der die praktischen Arbeiten, das Pfluegen und Drillen uebernimmt. Entweder ueberlaesst er dafuer ein Stueck Land oder jemand anderes.. An Gemeinderaendern gibt es haeufig ungenutzte Flaechen, Firmen haben ''Vorratsgelaende'', ebenso Kirchengemeinden oder Autohoefe. Vom weiten Land ganz abgesehen. Es wuerde reichen 5 Prozent der Agrikultur ''umzuwidmen''.

Imker koennten dabei die Rolle des Anstifters und Scouts uebernehmen, wo und was und wie es gemacht werden kann.

HJR.

Quelle: campact



6.12.2018

Das Bundesamt für Naturschutz sorgt sich um Wildpflanzen

Immerhin scheint das Bundesamt für Naturschutz jetzt am Ball zu bleiben, dass der Einsatz von Pestiziden nicht nur Insekten tötet, sondern auch nunmehr unsere Wildpflanzen gefährdet sind. Zu spät sorgt sich das Bundesamt für Naturschutz und zu spät hat sich auch die Politik eingeschaltet. Seit Jahrzehnten mahnen Naturschützer und Umweltverbände die Politik die Rahmenbedingungen zu ändern. So heißt es jetzt, dass 30.8% von insgesamt 8650 Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Algen in ihrem Bestand gefährdet sind und das sich in den letzten 20 Jahren der Zustand der Wildpflanzen gravierend verschlechtert hat. Zu verantworten haben das die Chemiekonzerne und Bauernverbände, die mit der Herstellung von Pestiziden nur an massenhaften Einsatz gedacht haben und die Bauernverbände, die sorglos den Einsatz gebilligt haben, um etwas mehr Ertrag heraus zu wirtschaften. Zu kurz gedacht.

Quelle:  Bruchsaler Rundschau vom 6.12.2018

20.11.2018

Wird es möglich sein, dass das belastete Immunsystem der Bienen ohne Chemie gestärkt wird?

Der Pilzforscher Paul Staments aus den USA kam auf die Idee, Pilze nach ihrer antiviralen Wirksamkeit zu untersuchen nachdem er beobachtet hatte, dass Bienen die Wassertröpfchen an Holzpilzen aufnahmen.

Wir wissen, nicht nur die Varroamilbe macht den Bienen sehr zu schaffen, sondern auch diverser DWV-Virenbefall setzt den Bienen zu. Dagegen wird es hoffentlich bald ein Mittel geben. Paul Staments jedenfalls hat aus zwei am Boden befindlichen Pilzgeflechten einen Extrakt hergestellt und in einem Feldversuch mit jeweils 50 Bienen aus 30 verschiedenen Völkern, den Extrakt verabreicht. Zum Vergleich diente die gleiche Anzahl von Bienen, die nur Zuckerwasser bekamen. Das Ergebnis war überwältigend. Nach 12 Tagen hatten die behandelten Bienen einen 79% geringeren Virenbefall als die Bienen, die nur Zuckerwasser erhielten. Der Forscher Staments geht davon aus, dass der Pilzextrakt nicht die Vieren tötet, sondern das Immunsystem der Bienen stärkt. Leider gibt es nicht genügend Pilzmaterial, um ausreichend Extrakt herzustellen, denn die Pilze lassen sich nicht ganz so einfach züchten wie Champignons. „Wir erhöhen die Produktion der Extrakte so schnell wie es machbar ist, damit die Behandlungsmaßnahme irgendwann in großem Umfang möglich ist“, sagt Paul Stamets

Quelle: wissenschaft.de
© Imkerei Kraichtal