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Unsere Bienenstöcke stehen in Kraichtal, einer Stadt in der Region Kraichgau in Nord-Baden.

Der hügelige Kraichgau ist wegen seiner vielfältigen Landschaftsformen und seiner Naturnähe beliebt bei Wanderern und Radfahrern.




9.11.2018



Bundesamt für Naturschutz will ökologische Landwirtschaft fördern

So plädiert Beate Jessel, Präsidentin vom Bundesamt für Naturschutz: "Wir brauchen dringend eine Wende  in der Agrarpolitik hin zu einer naturvertäglichen Landwirtschaft und Umweltministerin Svenja Schulze mahnte  einen Wandel  beim Umgang mit Pestiziden an. "Die  intensive  Landwirtschaft ist hauptverantwortlich für den dramatischen Rückgang im Bestand von Bienen, Fliegen,  Käfern und Schmetterligen". Musste es erst so weit kommen? Wir Imker, gemeinsam mit den Naturschutzverbänden, haben schon vor Jahren vor Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft gewarnt und fanden wenig Gehör. Zu hoffen ist, dass diese Aussagen der Verantwortlichen ernstgenommen werden und die Politker insgesamt die  entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen.

 

15.10.2018



Spezifische Eigenschaften von Honig

 Honig dürfen keine anderen Stoffe als Honig zugefügt werden.

 Honig muss, soweit möglich, frei von organischen und anorganischen honigfremden Stoffen sein. Honig dürfen jedoch keine honigeigenen Stoffe entzogen werden, soweit dies beim       Entfernen von organischen oder anorganischen honigfremden Stoffen nicht unvermeidbar ist. Abweichend davon dürfen gefiltertem Honig Pollen entzogen worden sein.

 Honig darf keinen künstlich veränderten Säuregrad aufweisen.

 Honig darf nur mit Ausnahme von Backhonig keinen fremden Geschmack oder Geruch aufweisen, nicht in Gärung übergegangen oder gegoren sein oder so stark erhitzt worden sein, dass
 die Enzyme erheblich oder vollständig inaktiviert wurden.

1     Zuckergehalt

1.1  Fructose- und Glucosegehalt (Summe)

    a) Blütenhonig mindestens 60 g/100 g
    b) Honigtauhonig, allein oder in Mischung mit Blütenhonig mindestens 45 g/100 g

1.2  Saccarosegehalt

  a) Im Allgemeinen höchstens 5 g/100 g
  b) Honig von Robinie (Robinia pseudoacacia) Luzerne (Medicago sativa) Banksia menziesil, Süßklee (Hedysarum), Roter Eucalyptus (Eucalyptus carnadulensis), Eucryphia lucida, Eucryphia
      milliganil, Citrus spp. höchstens 10 g/100 g
  c) Honig von Lavendel (lavandula spp.), Borretsch (Borago officinalis) höchstens 15 g/100 g

2.   Wassergehalt

    a) Im Allgemeinen höchstens 20%
    b) Honig von Heidekraut (Calluna) und Backhonig im Allgemeinen höchstens 23%
    c) Backhonig von Heidekraut (Calluna) höchstens 25%

3.   Gehalt an wasserunlöslichen Stofen

    a) Im Allgemeinen höchstens 0,1 g/100 g
    b) Presshonig höchstens 0,5 g/100 g

4.   Elektrische Leitfähigkeit

    a) Honigarten im Allgemeinen und Mischungen dieser Honigarten höchstens 0,8 mS/cm,
    b) Honigtauhonig und Kastanienhonig und Mischungen dieser Honigarten mind. 0,8 mS/cm

    

  Den unter den Buchstaben a und b festgelegten Anforderungen müssen die nachfolgend genannten Honigarten sowie Mischungen mit diesen Honigarten nicht entsprechen:

    

  Honige von Erdbeerbaum (Arbutus unedo), Glockenheide (Erica), Eucalyptus, Linden (Tilla ssp.), Heidekraut (Calluna vulgaris), Leptospermum, Teebaum (Melaleuca spp.).

5.   Gehalt an freien Säuren

    a) Im Allgemeinen höchstens 50 Milliäquivalente Säure /Kilo
    b) Backhonig höchstens 80 Milliäquivalente Säure /Kilo

 6.  Hydroxymethylfurfuralgehalt (HMF), bestimmt nach Behandlung und Mischung

    a) Im Allgemeinen, mit Ausnahme von Backhonig höchstens 40 mg/kg
    b) Honig mit angegebenem Ursprung in Regionen mit tropischem Klima und Mischungen solcher Honigarten untereinander 80 mg/kg

 7.  Diastase-Zahl nach Schade, bestimmt nach Behandlung und Mischung
    a) Im Allgemeinen mit Ausnahme von Backhonig mindestens 8,
    b) Honigarten mit einem geringen natürlichen Enzymgehalt mindestens 3 (z.B. Zitrushonig) und einem HMF-Gehalt von höchstens 15 mg/kg

Was passiert bei der Lagerung von Honig?

    Honig ist bei sachgerechter Lagerung (trocken, dunkel, kühl = ca. 16 °C) über mehrere Jahre haltbar. Er wird durch seinen hohen Zuckergehalt sowie Inhaltsstoffe, die die Entwicklung
    von Mikroorganismen hemmen, konserviert.
    Bei sachgemäßer Lagerung werden sich auch die genannten Parameter innerhalb von 24 Monaten nur unwesentlich ändern.
    Bei verschlossenen Gläsern und trockener Lagerung erhöht sich der Wassergehalt nicht; es erfolgen keine Verringerung der Enzymaktivitäten und nur eine geringe Erhöhung des  
    HMF-Gehaltes.

Quelle: Universität Hohenheim




28.9.2018

Franzosen als Wegbereiter für das Verbot von Pestdiziden

In Frankreich sind ab dem 1. September 2018 fünf besonders bienenschädliche Insektengifte komplett verboten. Die Deutschen hinken wieder einmal hinterher. Hier und in der übrigen EU,  werden nur drei   Neonicotinoide in der Freilandnutzung untersagt und das Verbot gilt erst  ab 2019. Einige der giftigen Wirkstoffe werden natürlich von Bayer auf den Markt geschmissen. Leider gehören die Neonicotinoide zu den am meisten genutzten Pestiziden der Erde. Dabei werden nicht nur sogenannte Schädlinge getötet, sondern es leiden auch Hummeln  und Bienen. Mit dem Verbot der fünf  Neonicotinoide wird Frankreich zum  Vorreiter im Bienenschutz.

Quelle: Biene & Natur 10/2018


© Imkerei Kraichtal