Startseite

Schön, dass Sie uns angeklickt haben.

Unsere Bienenstöcke stehen in Kraichtal, einer Stadt in der Region Kraichgau in Nord-Baden.

Der hügelige Kraichgau ist wegen seiner vielfältigen Landschaftsformen und seiner Naturnähe beliebt bei Wanderern und Radfahrern.




28.12.2017

Imker demonstrieren in Berlin

Zum Auftakt der Gruenen Woche in Berlin rufen Umweltschutzverbaende und Imker zur Demonstration am 20. Januar 2018 auf.
Es geht um eine oekologischere Landwirtschaft und gesundes Essen fuer alle. Erreicht soll das werden mit einer Ernaehrungspolitik, die auf regionale und nachhaltige Lebensmittel setzt, statt auf industrielle Massenprodukte.


Die einsame Entscheidung eines Ministers - Glyphosat fuer weitere 5 Jahre zugelassen

Es liegt nahe dass der CSU-Minister Schmidt das derzeitige politische Vakuum nutzte, um im Sinne der Agrarwirtschaft und des Chemiekonzerns Monsanto das Pestizid Glyphosat klamm heimlich bei der Abstimmung im EU-Ausschuss durchzuwinken. Seine angebliche Begruendung war, es gaebe noch keine  Alternative zur Unkrautvernichtung und man muesse der Chemie noch etwas Zeit lassen, um ein aehnlich wirksamen Stoff zu entwickeln. Im uebrigen muessten die Bauern ohne Einsatz von Pestiziden tiefer pfluegen und das fuehre zu Bodenerosion.

Dieses weltweit am meisten eingesetzte Herbizid Glyphosat ist wahrscheinlich krebserregend. Mit dieser Aussage hatte die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) bereits im Maerz fuer Aufsehen gesorgt. Nun liegen umfassende Belege für die Bewertung vor. In einer 92 Seiten umfassenden Monografie veroeffentlichte die IARC Grundlagen zum Pflanzenschutzmittel, sie gibt einen Ueberblick ueber relevante Studien und liefert darauf basierend eine Einschaetzung. So hatte es die Weltgesundheitsorganisation WHO in Auftrag gegeben. Aber das hatte den Minister offensichtlich nicht interessiert. Er hat dem Wunsch der Lobbyisten stattgegeben.

Quelle: zeit-online

24.9.2017

Wie gelangen Perfluorcabone (PFC) und  Perfluoroctansaeure (PFOA) in die Umwelt

PFC sind Perfluorcarbone, Fluor-Kohlenstoffverbindungen. Aufgrund der chemischen Struktur sind PFC auch unter extremen Bedingungen sehr stabil, gleichzeitig wasser- und fettabweisend und grenzflaechenaktiv (durchmischend). Gerade diese Eigenschaften machen sie zu besonders kritischen Umweltschadstoffen. Da PFC biotisch durch Mikroorganismen und abiotisch durch chemische Umwandlungsprozesse nahezu nicht abbaubar sind, werden einige Substanzen gemaess Stockholmer Konvention als langlebige organische Schadstoffe (persistant organic pollutant, POP) eingestuft. PFOS wird zudem gemaess EU-Richtlinie 2006/122/EG als persistent, bioakumulativ und toxisch (PBT-Substanz) eingestuft.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat darueber hinaus PFOA ( Perfluoroctansaeure) -  eine fluorierte synthetische Saeure) wegen dessen Eigenschaften als einen besonders besorgniserregenden Stoff gemaess der europaeischen Chemikalienverordnung (REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006) einzustufen, vorgeschlagen.

Gegen ein Badener Duengemittel- und Kompostwerk (Antragstellerin) gibt es mittlerweile ein Gerichtsverfahren in Bezug auf PFC-Belastungen, dass beispielsweise eine bodenschutzrechtliche Anordnungen des Landratsamts Rastatt und der Stadt Baden-Baden (Antragsgegner) nach sich zog, die moeglicherweise chemisch verunreinigte Agrarflaechen in Huegelsheim und noerdlich von Sandweier ("PFC-Skandal") auf eigene Kosten zur Gefaehrdungsabschaetzung detailliert zu untersuchen hat, trotz eingelegter Widersprueche sofort befolgen.

Der 10. Senat des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Wuerttemberg hat mit zwei Beschluessen vom 11. August 2015 entschieden und gleichzeitig die Beschwerden der Antragstellerin gegen die Ablehnung ihrer Eilantraege durch das Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) zurueckgewiesen.

Begruendung

Es gebe konkrete Anhaltspunkte dafuer, dass der mit Papierschlaemmen versetzte Kompost Ursache der Grundwasser- und Bodenverunreinigungen sei. Es stehe fest, dass solcher Kompost vor dem Jahr 2008 auf den betroffenen Aeckern aufgebracht worden sei. Es spreche auch alles dafuer, dass die Papierschlaemme die PFC-Verunreinigungen verursacht haetten, auch wenn das betraechtliche Ausmass dieser Verunreinigungen noch nicht erklaerbar sei. Fuer andere Ursachen gebe es derzeit keine konkreten Anhaltspunkte. Die Beschluesse sind unanfechtbar Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) (Az.: 10 S 980/15 un d 10 S 1131/15).

Allerdings koennte der Einfluss von Perfluoroctansaeure (PFOA) ursaechlich die Gesamtbelastung des Grundwassers erhoehen. PFOA ist ein Bestandteil einer Substanz, die bei Beschichtungen, unter anderem fuer Haushaltsgeraete genutzt werden. Dieser Stoff gelangt vermutlich auch in den Ernaehrungskreislauf.

In der EU ist ab 2020 die Perfluoroctansaeure (PFOA) verboten. PFOA baut sich in der Umwelt ebenfalls nicht ab und hat sich schon in der ganzen Welt verteilt. Fuer den Menschen ist die Chemikalie giftig und schaedigt die Fortpflanzung. Umso wichtiger ist es, dass es nun gelungen ist, PFOA zu verbieten. Der Verbotsvorschlag war urspruenglich vom Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit Norwegen eingebracht worden.


Quellen: Verwaltungsgericht Karlsruhe (VG) und Wikipedia


© Imkerei Kraichtal